Kurze Chronik des Vereines

Die ersten Dialysepatienten gründeten 1973 den  „Werra-Fulda-Verein“ im heutigen Nephrologischen Zentrum in Hann. Münden. Diese Patienten bewegten sich damals in einem sozial nicht gesicherten Umfeld. Zu den damaligen Forderungen gehörte auch die Verabschiedung des Transplantationsgesetzes, das erst 1997 in Kraft trat.

Später wird der Verein in „Interessengemeinschaft der Dialysepatienten und Transplantierten Nordhessen und südliches Niedersachsen  eV“ umbenannt, da sich dieser lange Name in der Praxis schwierig erweist wird er im Jahre 2007 in "Interessengemeinschaft der Nierenkranken Nordhessen" geändert.

Ein Verein, dessen Vorstand aus Dialysepatienten und Nierentransplantierten besteht, hat es nicht immer einfach. Vielfach gab es Wechsel im Vorstand bedingt durch Krankheit und Tod.

Die Erkrankung

Endgültiges Nierenversagen ist nicht heilbar. Diese Diagnose verändert radikal die Lebensumstände des Patienten. Er ist ab jetzt abhängig von einer Maschine. In der Regel muss er bei der Hämodialyse dreimal die Woche zu festen Terminen ca. 4 bis 5 Stunden zur Blutwäsche. Hinzu kommen starke Einschränkunken bei der Ernährung und vor allem beim Trinken. Hat der Patient vorher noch unbegrenzt trinken dürfen ist jetzt seine Trinkmenge stark limitiert.

Hinzu kommen viele Begleiterkrankungen die durch das Nierenversagen ausgelöst werden.

Die Unabhängigkeit von der Maschine kann nur durch eine Transplantation erfolgen. Die Wartezeit auf ein Organ beträgt in Deutschland ca. 6 - 8 Jahre. Aber auch nach einer Transplantation bleibt die Krankheit präsent, denn die Medikamente gegen die Organabstoßung müssen ein ganzes Leben lang eingenommen werden.

So arbeiten wir

Zweck unseres gemeinnützigen Vereines ist es Hilfe, Unterstützung und Austauschmöglichkeit der Betroffenen untereinander zu geben.

Zu unseren weiteren Aufgaben gehört die Aufklärungsarbeit. Besonders liegt uns die Organspende am Herzen. Hier bemühen wir uns darum eine Verbesserung der Einstellung der Bevölkerung zu diesem Thema zu erreichen. Wir versuchen den Mitbürgern zu verdeutlichen, dass sie die Frage der Organspende selbst zu Lebzeiten entscheiden sollten. Wir beschicken Ärzte und Apotheken mit Organspendeausweisen und informieren auf Messen, Gesundheitstagen, in Schulen und z.B. bei Veranstaltungen anderer Vereine und Verbände.

Die Information der Patienten ist ein wichtiges Anliegen. Neben der Zeitung „Der Nierenpatient“ die vom Bundesverband herausgegeben wird, haben wir Infoblätter zu den Themen "Urlaub und Dialyse", „Shunt unsere Lebensader", Ernährungsratgeber sowie eine Patientenmappe, die für Neupatienten geeignet ist.

Zu unseren Gemeinschaftsveranstaltungen, die wir durchgeführt haben gehörten  in den zurückliegenden Jahren Urlaubsreisen, Tagesausflüge, Kochseminare, Ernährungsseminare sowie unsere Sommer- und Adventsfeste, die schon Tradition sind.

Diese Veranstaltungen dienen dem Kontakt der Mitglieder untereinander und bieten eine wichtige Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Zu den Kontaktmöglichkeiten gehören auch unsere Stammtische. Derzeit haben wir einen Stammtisch im Raum Kassel.

Der Kasseler Stammtisch trifft sich seit ca. 10 Jahren einmal im Monat sonntags zu einem gemeinsamen Mittagstisch in wechselnden Restaurants. Beim Stammtisch treffen sich zwischen  zwischen 10 und 16 Personen, die Dialysepatienten, Transplantierte oder Angehörige sind.

So sind wir organisiert

Unser Verein hat ca. 140 Mitglieder. Wir sind organisiert im Bundesverband Niere mit ca. 18.000 Mitgliedern und 170 Vereinen.